Über Mustang 2017-09-07T09:59:20+00:00

Die Region Mustang

Mustang liegt im Transhimalaya und grenzt an Tibet an. Gerade Upper Mustang mit der Hauptstadt Lo Manthang ist weiterhin von Nepal aus kaum motorisiert zu erreichen. Die gebräuchlichsten Verkehrsmittel sind Pferde und Tierkarawanen zum Transport. Aber es wird an der Fertigstellung einer befahrbaren Schotter- und Staubpiste gearbeitet. Im oberen Teil ist es schon vereinzelt möglich, Jeeps zu mieten. In den Niedrigwasserzeiten im Frühling kann man in der Zwischenzeit auch von Jomson bis nach Lo Manthang im Flussbett mit Traktoren und Anhängern oder Kleinen Lastwagen fahren. Von Tibet aus kommt vereinzelt, falls die Grenze auf ist (16 Tage im Jahr), ein kleiner Lastwagen über eine schmale Piste bis Lo Manthang.

Upper Mustang war bis 1992 völlig abgeschlossen und keinen Ausländern der Zutritt gestattet. Nach langsamer Öffnung, bis 2003 nur mit militärischem Verbindungsoffizier für Gruppen, ist es jetzt nur für eine limitierte Anzahl von Touristen organisiert unter Begleitung durch eine Trekkingagentur und Bezahlung eines stolzen Preises für das Sonderpermit ( derzeit 50$ pro Tag, mindestens 10 Tage) zu bereisen. Entsprechend gibt es wenig touristische Infrastruktur und die Zeit scheint weitgehend stehen geblieben. Die Familien leben von ihren kleinen Landparzellen, die Landschaft ist eine Hochsteppe bis Hochwüste im Monsunschatten.

Landwirtschaft wird auf bewässerten Feldern (durch Gletscherabfluss in Kanälen eingefangen) betrieben, die sich wie Oasen um die Dörfer legen. Die Felder stellen bei kurzer Vegetationszeit in 4000 m Höhe nur ca 60% des Nahrungsbedarfes sicher.

Schon immer war Handel nötig, um zu überleben. Früher lief ein bekannter Salzhandelsweg durch Mustang nach Tibet und Lo Manthang war die sagenumwobene und reiche ummauerte Stadt.

Seit der Annexion Tibets durch China ist der Handel sehr behindert, den Nomaden fehlen die Winterweiden in Tibet und der Landstrich ist noch ärmer geworden. Leider landet auch kaum etwas von den Gebühren in der Region und bei der lokalen Bevölkerung.
Das Upper Mustang ist ein tibetisch-buddhistischer Kulturkreis. Die Bevölkerung, das Volk der Lo spricht einen tibetischen Dialekt.
In vielen Familien müssen die Kinder in der Landwirtschaft zum Selbsterhalt helfen und werden nicht zur Schule geschickt.

Die Gesundheitsversorgung ist in Mustang auch aufgrund seiner abgelegenen Lage völlig unzureichend. Die lokale Bevölkerung vertraut vor allem der tibetischen Medizin und den Amchis, den tibetischen Doktoren bzw. Heilenden.

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