Das Projekt „Tohdé Resource Center“1 2017-07-04T20:29:08+00:00

Project Description

Das Projekt „Tohdé Resource Center“

Philosophie:
„Das Ziel meines Zentrums ist es, einen Krieg gegen Unwissenheit, ein Krieg gegen den Missbrauch und einen Krieg gegen den Analphabetismus zu führen, weil ich glaube, dass, wenn wir diese drei Themen zusammen angehen, wir in der Lage sein werden, einen wirksamen Kampf gegen die Ursachen von Teenager-Schwangerschaften in Liberia zu führen!“
Pauline S. Kwabo in einem Artikel im Liberian Echo, Mai 2012.

„Thodé“ heisst „Mutter des Krieges“ und ist übersetzt aus Grebo, einer lokalen Sprache Liberias. Die Gründerin Pauline S. Kwabo hat den Namen „Thodé Resource Center for Girls“ in Erinnerung an ihre Mutter gewählt, die, als Pauline 18-jährig schwanger wurde, trotzdem immer hinter ihr stand und sie bedingungslos in ihrer Weiterentwicklung unterstützt hat.

Auch heute leben in Liberia viele Mütter unter schwierigsten Alltagsbedingungen. Sie sind arm, haben ihre Kinder sehr jung bekommen und brauchen dringend Unterstützung. Auf Grundlage von Paulines persönlicher Lebenserfahrung ist die Philosophie des Zentrums, den jungen Frauen auf Augenhöhe beizustehen: „Wir sagen Müttern nicht wie sie ihr Leben gestalten sollen, wir hören zu und versuchen sie beim Erkennen, Stärken und Ausbauen der eigenen Fähigkeiten zu unterstützen“.

Pauline:
Let us pay attention to our daughters and listen to their issues…we just might find similarity to our own stories.

Kinderbetreuung und Schule:
Im Stadtteil Sinkor in Monrovia betreibt das Thodé Resource Center seit 2011 die Martha Pratt Tageseinrichtung für Kinder. Das Zentrum bietet dort Kinderbetreuung und

Vorschulunterricht für 120 Kinder im Alter von 1 bis 8 Jahren an. Die Eltern zahlen eine kleine monatliche Gebühr. Die meisten Eltern sind alleinerziehende Teenage-Mütter, die in der Joe Bar Market Community leben. Durch das Betreuungsangebot können sie selbst in die Schule zu gehen oder auf dem Markt arbeiten. Finanziert wird die Schule durch die Gebühren der Eltern, Spenden und Eigenmittel der Gründerin. Sie gibt die gesamten Einnahmen ihrer Lehrtätigkeit am College weiter an das Thodé Resource Center.

Zukunft:
In der Zukunft möchte das Thodé Resource Center verstärkt mit regionalen und internationalen Hilforganisationen zusammenarbeiten, die sich der Belange junger Mädchen und Frauen annehmen und Politik und Zivilgesellschaft über Öffentlichkeitsarbeit auf die besonderen Problemlagen von jungen Mädchen und Frauen in Armut aufmerksam machen. Insbesondere die Rolle von Bildung und Ausbildung sowie die langfristigen Folgen wenn schwangere Mädchen von der Schule ausgeschlossen werden.

Pauline S. Kwabo